Der tschechische Künstler Max Švabinský lebte von 1873 bis 1962. Diese zarte Aktstudie zeigt eine in sich gekehrte, sitzende Figur in Rückenansicht, ausgeführt in Kreide auf Papier in feinen, warmen Rottönen. Die skizzenhafte Leichtigkeit des Strichs verleiht dem Werk eine unmittelbare Intimität und Lebendigkeit. Trotz der reduzierten Darstellung wird die Form des Körpers mit großer Sensibilität eingefangen – ein Beweis für Švabinskýs meisterhafte Beherrschung von Linie und Ausdruck. Das Werk misst 22 × 20 cm und ist im rechten unteren Bereich mit „MŠ 29“ signiert, was auf das Entstehungsjahr 1929 hinweist. Es stammt aus österreichischem Privatbesitz. Švabinský, geboren am 17. September 1873 in Kroměříž, war einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Prag prägte er dort später als Professor Generationen von Künstlern. Sein Werk umfasst ein breites Spektrum von Porträts, Landschaften, Aktstudien bis hin zu monumentalen Wandgemälden und Glasfenstern. Besonders hervorzuheben ist seine Meisterschaft in der Zeichnung und Grafik, in der er traditionelle Techniken mit symbolistischen und realistischen Einflüssen verband. Er war Mitglied der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und Künste und wurde vielfach geehrt. Max Švabinský starb 1962 in Prag und hinterließ ein reiches, vielfältiges Œuvre, das bis heute als fester Bestandteil der mitteleuropäischen Kunstgeschichte gilt. Die vorliegende Arbeit ist ein wunderbares Beispiel für seine Fähigkeit, Emotion und Bewegung mit minimalen Mitteln zum Ausdruck zu bringen – ein stiller, aber ausdrucksstarker Moment, festgehalten in einer flüchtigen Geste.
max schwabinksy
| Epoche / Stil | Klassische Moderne |
|---|---|
| Künstler / Werkstatt | Max Švabinský |
| Inventarnummer | F-1118 |
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