Der Maler und Radierer Ivo Saliger wurde 1894 in Königsberg (Klimkovice) in Schlesien (Mährisch-Schlesien) geboren und verstarb 1987 in Wien, wo er seit 1908 seinen ständigen Wohnsitz hatte. Nach einer Ausbildung an der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, wo er 1920 auch zum Professor ernannt wurde, studierte er Malerei und Radierung an der Akademie unter Rudolf Jettmar, Ludwig Michalek und Ferdinand Schmutzer. Später lebte er als freischaffender Künstler und benutzte gelegentlich das Pseudonym Ovid Seralgi. Während der 1920er und 1930er Jahre entwickelte Saliger starke Elemente des Art déco. 1930 ging er zum Studium an die „Academie moderne“ in Paris, um die Ölmalerei und den weiblichen Akt bei Fernand Léger und Amédée Ozenfant zu vervollkommnen. Viele seiner Akt-Gemälde, wie das bekannte Werk *Das Urteil des Paris* (1939), entsprachen perfekt den ideologischen Vorgaben des Nationalsozialismus von der „hingebungswilligen deutschen Frau“. Seine Gemälde wurden häufig auf den Großen Deutschen Kunstausstellungen zwischen 1937 und 1944 gezeigt. Er schuf bevorzugt Gruppenbilder, weibliche Akte sowie auf die griechisch-römische Mythologie zurückgehende Darstellungen, deren Naturalismus häufig durch ein ins Monumentale gesteigertes Pathos überhöht wird. Das gerahmte Öl auf Leinwand zeigt zwei Frauenakte und ist rechts unten mit „Ivo Saliger“ signiert. Das Werk misst 80 × 110 cm und stammt aus österreichischem Privatbesitz.
Saliger Ivo
| Künstler / Werkstatt | Ivo Saliger |
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| Inventarnummer | F-1114 |
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