Peter Pongratz wurde 1940 in Eisenstadt geboren und verstarb 2022 in Wien. Er wuchs in Graz auf und absolvierte zunächst eine Zeichenlehre bei dem Maler und Grafiker Rudolf Pointner (1907–1991). 1954/1955 besuchte er die Fachschulklasse für dekorative Malerei an der Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe (später Ortweinschule) bei Hans Wolf und Rudolf Spohn, brach diese Ausbildung jedoch ab. Als Gast hörte er Architektur-Vorlesungen bei Friedrich Zotter an der Technischen Hochschule Graz, die ihm auch Impulse bezüglich der Malerei gaben. Im Rahmen der Künstlergemeinschaft Forum Stadtpark beteiligte er sich mit Mario Decleva am Aufbau einer Radierwerkstatt. Von 1960 bis 1963 studierte Pongratz Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Meisterklasse für Grafik bei Christian Ludwig Martin und dessen Assistenten Maximilian Melcher. 1963/1964 schloss er seine Studien an der Hochschule der bildenden Künste Berlin ab, wo er bei Friedrich Stabenau manuelle Druckgrafik erlernte. Neben seinen Professoren benannte Pongratz oft den Gugginger Künstler Johann Hauser als seinen eigentlichen Lehrer. Von 1966 bis 1970 war Pongratz Assistent bei Max Weiler in Wien. Im Jahre 1968 gründete er mit Wolfgang Herzig, Martha Jungwirth, Kurt Kocherscheidt, Franz Ringel und Robert Zeppel-Sperl die Künstlergruppe Wirklichkeiten. Ab 1970 wirkte er als selbständiger Künstler in Wien. Zwischen 1972 und 1989 war er häufig als Bühnenbildner tätig, unter anderem für Gerhard Roths „Lichtenberg“ und Elfriede Jelineks „Krankheit oder Moderne Frauen“. Seit 1987 lebte Pongratz neben Wien auch regelmäßig auf Korčula und leitete 1988 die Klasse für Malerei bei der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. Bereits am Beginn seines künstlerischen Schaffens war er beim Forum Stadtpark in Graz tätig und arbeitete mit Schriftstellern wie Wolfgang Bauer, Peter Handke und Gerhard Roth zusammen; diese Verbindung zur Literaturszene zog sich bis zum Austrokoffer durch, welchen er illustrierte. Ab 1963 wurde Pongratz vor allem durch den Abstrakten Expressionismus der Künstlergruppe CoBrA beeinflusst. Seit dieser Zeit weist sein Werk Elemente der Kindermalerei sowie der psychopathologischen, „primitiven“ und prähistorischen Kunst auf. Das Werk „Querschnitt durch ein heiliges Nilpferd“ ist eine Kreide- und Bleistiftzeichnung auf Papier, misst 93 × 70 cm, ist rechts unten mit „Peter Pongratz“ signiert und stammt aus österreichischem Privatbesitz.
Pongratz Peter
| Künstler / Werkstatt | Pongratz, Peter |
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| Inventarnummer | F-1105 |
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