Kunsthandel Fiedler
WIEN · SEIT 1973
Start / Bestand / Glas, Porzellan & Keramik
Inv. F-1073
Kiki Kogelnik Objekte :: Kunsthandel zur grünen Säule

Tessera Testa Blu, aus der Reihe Venetian Heads von Kiki Kogelnik. Die Künstlerin wurde 1935 in Graz geboren und verstarb 1997 in Wien. Ihre Familie übersiedelte kurz nach ihrer Geburt nach Bleiburg in Kärnten. Sie absolvierte ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Seit Mitte der 1950er-Jahre gehörte sie zur Gruppe der Avantgarde um Otto Mauer, der ihr in dessen Galerie St. Stephan ihre erste Einzelausstellung widmete. Die Bilder dieser Zeit waren noch gänzlich abstrakt. Kogelnik setzte zunächst einzelne Farbflächen gegeneinander, dann wandte sie sich einer eher gestischen Malerei zu und ließ Farbflächen ineinander verrinnen. Figurale Elemente hielten mit Ende der 1950er-Jahre verstärkt Einzug in ihre Bildsprache, von der Pop-Art-Women-Serie bis zu den Glasköpfen „Venetian Heads“. Seit 1961 lebte sie in Amerika und pendelte zwischen New York, Wien und Bleiburg. Kogelnik erlebte in den USA in den 1960er-Jahren die rasante technologische Entwicklung in der Raketen- und Robotertechnik sowie die Entwicklung neuer Materialien hautnah mit. Dieser Zeitgeist mündete in ihrer „Space-Art“ und markierte den Wandel von ihrer gestisch-expressiven Malerei hin zu einer collage- und assemblagehaften Bild- und Objektgestaltung unter Einfluss der amerikanischen Pop-Art. Sie arbeitete nun mit Schablonen und verwendete Materialien wie Vinyl und Plastik. Als Reaktion auf die zweite Welle der Frauenbewegung in den 1970er-Jahren setzte sie sich vermehrt kritisch mit dem Frauenbild und weiblichen Schönheitsidealen auseinander. Ihre Kritik formte sie in unterschiedlichen Materialien wie Keramik, Glas und Bronze. In der Serie „Women“ wurden Frauen in künstlichen und überzogenen Posen dargestellt, wie man sie aus Modezeitschriften kennt. Ihre Gesichter waren stets steif und maskenhaft. Das Maskenhafte faszinierte Kiki Kogelnik fortwährend; das Motiv der Maske als stilisierter und anonymisierter Kopf mit zackenförmigen Haaren als markanten Abschluss wurde zu einem immer wiederkehrenden Element. Mitte der 1990er-Jahre begann Kiki Kogelnik erstmals mit Glas in Murano zu arbeiten. Ihre in dieser Zeit entstandenen „Venetian Heads“ sind heute weltberühmt. 1998 zeigte die Österreichische Galerie Belvedere eine große Retrospektive ihres Lebenswerkes. Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung wurde ihr posthum das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Die Skulptur aus Glas ist am Rande mit „KK estate 1998“ gemarkt. Das Werk misst 18 × 13 × 3 cm, stammt aus einer Auflage von nur 500 Exemplaren/98, wurde gedruckt von Berengo Fine Arts aus Murano-Venedig und stammt aus österreichischem Privatbesitz.

Kiki Kogelnik Objekte :: Kunsthandel zur grünen Säule

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Objektart Glas, Porzellan & Keramik
Künstler / Werkstatt Kiki Kogelnik
Inventarnummer F-1073

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