Kunsthandel Fiedler
WIEN · SEIT 1973
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Inv. F-1050
Kiki Kogelnik

Tessera Testa Blu stammt aus der Reihe Venetian Heads von Kiki Kogelnik, die von 1935 in Graz bis 1997 in Wien lebte. Das Werk aus Glas misst 18 × 13 × 3 cm und ist am Rande mit „KK estate 1998“ gemarkt. Die Auflage umfasst nur 500 Exemplare/98, gedruckt bei Berengo Fine Arts, Murano-Venedig. Es stammt aus österreichischem Privatbesitz. Kiki Kogelnik wurde 1935 in Graz geboren. Ihre Familie übersiedelte kurz nach ihrer Geburt nach Bleiburg in Kärnten. Sie absolvierte ein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien und gehörte seit Mitte der 1950er-Jahre zur Avantgarde-Gruppe um Otto Mauer, der ihr in seiner Galerie St. Stephan ihre erste Einzelausstellung widmete. Die Bilder dieser Zeit waren noch gänzlich abstrakt: Kogelnik setzte zunächst einzelne Farbflächen gegeneinander, wandte sich dann einer eher gestischen Malerei zu und ließ Farbflächen ineinander verrinnen. Figurale Elemente hielten mit Ende der 1950er-Jahre verstärkt Einzug in ihre Bildsprache. Seit 1961 lebte Kiki Kogelnik in Amerika und pendelte zwischen New York, Wien und Bleiburg. In den USA erlebte sie in den 1960er-Jahren die rasante technologische Entwicklung in der Raketen- und Robotertechnik sowie die Entwicklung neuer Materialien hautnah mit. Dieser Zeitgeist mündete in ihrer „Space-Art“ und markierte den Wandel von ihrer gestisch-expressiven Malerei hin zu einer collage- und assemblagehaften Bild- und Objektgestaltung unter dem Einfluss der amerikanischen Pop-Art. Sie arbeitete nun mit Schablonen und verwendete Materialien wie Vinyl und Plastik. Als Reaktion auf die zweite Welle der Frauenbewegung in den 1970er-Jahren setzte sich Kiki Kogelnik vermehrt kritisch mit dem Frauenbild und weiblichen Schönheitsidealen auseinander und formte ihre Kritik in unterschiedlichen Materialien wie Keramik, Glas und Bronze. In der Serie „Women“ wurden Frauen in künstlichen und überzogenen Posen dargestellt, wie man sie aus Modezeitschriften kennt, wobei ihre Gesichter stets steif und maskenhaft waren. Das Maskenhafte faszinierte sie fortwährend; das Motiv der Maske als stilisierter und anonymisierter Kopf mit zackenförmigen Haaren als markantem Abschluss wurde zu einem immer wiederkehrenden Element. Mitte der 1990er-Jahre begann Kiki Kogelnik erstmals mit Glas in Murano zu arbeiten. Ihre in dieser Zeit entstandenen „Venetian Heads“ sind heute weltberühmt. 1998 zeigte die Österreichische Galerie Belvedere eine große Retrospektive ihres Lebenswerkes. Im Zusammenhang mit dieser Ausstellung wurde ihr posthum das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst verliehen. Kiki Kogelnik, die immer wieder als österreichische Vertreterin der Pop-Art bezeichnet wurde, verstarb 1997 in Wien. Quelle: Galerie bei der Albertina Verkauft!

Kiki Kogelnik

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Künstler / Werkstatt Kiki Kogelnik
Inventarnummer F-1050

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