Kunsthandel Fiedler
WIEN · SEIT 1973
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Inv. F-1031
Gauermann F

Leben auf der Alm Der Künstler Friedrich Gauermann wurde 1807 in Miesenbach geboren und verstarb 1862 in Wien. Das Werk ist rechts unten mit „F. Gauermann“ signiert, misst 70 × 90 cm, zeigt eine Darstellung in Öl auf Blech (gerahmt) und stammt aus österreichischem Privatbesitz. Friedrich Gauermann wurde im niederösterreichischen Miesenbach Nr. 47 (jetzt Scheuchenstein 71) als Sohn des Malers, Zeichners und Kupferstechers Jakob Gauermann (1772–1843) geboren, der ihn auch unterrichtete. Der Vater erkannte früh das künstlerische Talent seiner Söhne Carl und Friedrich und förderte es entsprechend. Schon in der frühesten Kindheit zeigte sich, dass Friedrich höchstwahrscheinlich der talentiertere, der genialere Künstler sein würde; sein Bruder starb allerdings bereits mit 24 Jahren. Friedrich besuchte von 1822 bis 1827 die k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, bildete sich jedoch vornehmlich als Autodidakt auf ausgedehnten Wanderungen durch die Steiermark, Salzburg und Tirol. Gauermann unternahm zahlreiche Studienreisen, darunter 1824 und 1831 ins Salzkammergut, 1827 nach Dresden, 1829, 1834 und 1840 nach München sowie 1838 und 1843 nach Venedig. Am 26. März 1836 wurde er an der k. k. Akademie der bildenden Künste als Landschaftsmaler zum Kunstmitglied gewählt. 1838 heiratete Gauermann Elisabeth Kurtz. Gauermann war in der Zeit des Vormärz mit vielen Künstlern Wiens bekannt (Nestroy, Raimund); nach 1848 vereinsamte er zusehends und zog sich oft nach Miesenbach zurück. 1861 wurde ihm die Mitgliedschaft des Wiener Künstlerhauses verliehen. Er starb in der Wiener Vorstadt Laimgrube 24 (heute Linke Wienzeile 4) und wurde auf dem Friedhof seines Geburtsortes Scheuchenstein beigesetzt. Friedrich Gauermann war ein sehr populärer Landschaftsmaler der Biedermeier-Zeit. Er löste sich von der durch Figuren belebten Vedutenmalerei und orientierte sich an der altniederländischen Malerei. Dadurch gelang es ihm, einen neuartigen Wiener Landschaftsnaturalismus zu begründen. 1826 stellte er erstmals seine durch Licht- und Stimmungseffekte geprägten Bilder aus. Nach einem großen Ausstellungserfolg 1830 begann er, seine Wald- und Berglandschaften mit Tieren zu bevölkern, was typisch für Gauermanns Bilder werden sollte. Bei der Wiener Kunstausstellung 1838 wurde Gauermann an die Spitze der Landschaftsmalerei gestellt. Bis in die 1840er-Jahre erhielt er von der Wiener Aristokratie (Fürst Metternich, Schwarzenberg, Liechtenstein) zahlreiche Aufträge für Bilder dieser Art, an denen er auch hervorragend verdiente. Als sich der Zeitgeschmack nach 1848 allmählich änderte, ließ der Erfolg nach und die Gönner wurden weniger. Zudem verfiel er unter dem Einfluss der Münchner Schule einer süßlichen Älpler-Manier, was jedoch seine ursprüngliche Bedeutung für die österreichische Landschaftsmalerei des Biedermeier nicht schmälert. Gauermann studierte seine Motive in freier Natur. Seine Tierdarstellungen ragen in der österreichischen Malerei in ihrer Art hervor. Seine herausragende kunsthistorische Bedeutung lag in seiner zeichnerischen und koloristischen Meisterschaft. Er hinterließ 1185 Ölbilder und 174 Zeichnungen. Sein Nachlass wurde versteigert, jedoch zerrann der Erlös seiner Witwe, die schon zu seinen Lebzeiten nicht gut mit Geld umgehen konnte, zwischen den Fingern, und sie endete im Armenhaus.

Gauermann F

Biedermeier verfügbar
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Epoche / Stil Biedermeier
Künstler / Werkstatt Friedrich Gauermann
Inventarnummer F-1031

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