Der Maler und Porträtist Josef Dobrowsky wurde am 22. September 1889 in Karlsbad (Böhmen) geboren und verstarb am 9. Jänner 1964 in Tullnerbach (Niederösterreich). Er war der Sohn des Juweliers Karl Ludwig Dobrowsky und dessen Gemahlin Amalia, geborene Puschmann. Seine Ausbildung begann er an der Malschule von Franz Hohenberger und an der Wiener Kunstgewerbeschule, bevor er 1906 das Malereistudium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Christian Griepenkerl und Rudolf Bacher fortsetzte, welches nach Unterbrechungen durch Militär- und Kriegsdienst 1919 abgeschlossen wurde. Zu seinen Studienkollegen zählten unter anderem Egon Schiele und Anton Kolig; eng befreundet war er mit Ernst Huber. Dobrowsky wurde 1921 Mitglied der Wiener und 1934 der Prager Secession, 1955 erhielt er deren Ehrenmitgliedschaft. Von 1946 bis 1963 leitete er als Professor eine Meisterklasse für Malerei an der Wiener Akademie und prägte bedeutende Künstler wie Alfred Hrdlicka, Josef Mikl und Arnulf Rainer. 1975 wurde die Dobrowskygasse in Wien nach ihm benannt. Künstlerisch war er zunächst von Gustav Klimt, Albin Egger-Lienz und Ferdinand Hodler beeinflusst, ab 1920 setzte er sich mit Pieter Brueghel dem Älteren auseinander. Später schuf er vor allem Landschaften und Porträts in einem expressiven Kolorismus, die durch eine melancholische Grundstimmung charakterisiert sind. Das Damenporträt ist links unten mit „J. Dobrowsky Aug 34“ gemarkt. Das Werk in Kreidezeichnung misst 80 × 60 cm und stammt aus österreichischem Privatbesitz.
Dobrowsky Josef
| Künstler / Werkstatt | Josef Dobrowsky |
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| Inventarnummer | F-1022 |
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